Vorschau 2018

Am 1. Juni 2018, dem 80. Todestag von Ödön von Horvath wird die Komödie „Figaro lässt sich scheiden“ Premiere haben. 100 Jahre nach dem ersten Weltkrieg wird das Schicksal des Einzelmenschen und seine Anpassung an die Gesellschaft und das Aufgeben menschlicher Werte im Mittelpunkt stehen. Horvath ist es gelungen alle diese Themen in eine geistreiche Komödie zu verpacken.

Die Geschichte spielt zur Zeit „der Revolution“, Horváth beschreibt das Schicksal des Einzelmenschen und seine Anpassung an die Gesellschaft und warnt dabei vor dem Aufgeben menschlicher Werte.  Graf Almaviva, seiner Frau, Figaro und dessen Frau Susanne sind auf der Flucht vor der Revolution.

Die Flucht gelingt ihnen; sie leben als Emigranten. Der Graf kommt damit allerdings überhaupt nicht zurecht; er will nicht auf seinen Luxus verzichten und leistet sich diesen, obwohl er keinerlei Einkünfte vorzuweisen hat. Wie vorherzusehen war, folgen finanzieller Ruin und sozialer Abstieg, denn der Graf wird zum Betrüger. Im Gegensatz zum Grafen weiß Figaro, was auf ihn zukommt und wie er sich zu helfen hat. Er feiert mit seinem Friseurgeschäft  große Erfolge, allerdings basiert das weniger auf seinem Können, sondern eher darauf, dass er redet, wie es den Kunden gefällt. Für seine Frau Susanne ist er zu einem heuchlerischen Spießer geworden, der es jedem rechtmachen will außer ihr, denn er verweigert ihr das sehnlichst gewünschte Kind und gibt als Begründung nur die „unsichere“ Zukunft an.

Susanne kommt mit anderen Männern ins Gespräch, und so passiert es, dass sie Figaro betrügt. Die Ehe zerbricht an diesem Seitensprung und Susanne geht zurück zu den Almavivas. Figaro muss sein Geschäft aufgeben, da er all seine Kunden auf Grund des Geredes der Leute verliert. Susanne hat inzwischen Arbeit als Kellnerin in einem „Emigrantencafé“ gefunden; als allerdings ihre Arbeitserlaubnis abläuft, geht sie, gemeinsam mit dem Grafen, dessen Frau gestorben ist, zurück in ihre Heimat und zurück zu Figaro. Der ist inzwischen Verwalter auf dem ehemaligen Besitz des Grafen, in dem nun ein Kinderheim untergebracht ist. Die beiden Eheleute finden wieder zueinander. Nicht dass die Revolution beendet wäre, nur hat sie menschenfreundlichere Züge angenommen.

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